| Bundesverfassungsgericht weist Klagen ab |
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Wahlergebnisse | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Bundespräsident Horst Köhler hat den Bundestag auf Antrag des Kanzlers aufgelöst. Das Bundesverfassungsgericht hat am 25. August 2005 die Klagen der Abgeordneten Jelena Hofmann (SPD) und Werner Schulz (Bündnis 90/Die Grünen) abgewiesen. |
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| Die Neuwahl des Bundestages wird somit am 18. September 2005 stattfinden. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Hedersleben | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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In Hedersleben wird das Wahlbüro in die
Bauernstube, Hauptstraße 24 einziehen.
Für Oberrißdorf steht der Dorfgemeinschaftsraum als Wahllokal zur Verfügung |
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| Öffnungszeiten: | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sonntag, 18. September 2005 von 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Die Wahl und die anschließende Auszählung sind öffentlich. Sie können von jeden interessierten Bürger beobachtet werden. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Briefwahl zur Bundestagswahl 2005 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Positionen der Parteien zu den wichtigsten Themen
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Die
Ziele sind klar: Alle Parteien wollen mehr |
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Arbeitsmarkt SPD: An der Arbeitsmarktreform Hartz IV wird - bei Nachbesserungen im
Detail - festgehalten. Die
SPD lehnt Lockerungen beim Kündigungsschutz, Arbeitszeitverlängerungen und
Eingriffe in die
Tarifautonomie ab. Den Ausbildungspakt will sie beibehalten und 250
Millionen Euro in einen Beschäftigungspakt
für Ältere investieren. Ich-AGs und Minijobs bleiben erhalten. Die Partei
will sich
für einen gesetzlichen Mindestlohn einsetzen und das Arbeitslosengeld II in
Ost und West angleichen. CDU/CSU: Die Union will betriebliche Bündnisse für Arbeit
erleichtern. Wenn Betriebsrat und Belegschaft
zustimmen, ist untertarifliche Bezahlung möglich. Der Kündigungsschutz
wird gelockert:
Bei Neueinstellungen in kleinen Betrieben fällt er weg, in größeren
greift er erst nach zwei
Jahren. Die Hartz IV-Reform bleibt grundsätzlich bestehen.
Langzeitarbeitslose können für zehn
Prozent unter Tarif eingestellt werden. Ich-AGs und die
Ausbildungsplatzabgabe werden abgeschafft. B’90/Die Grünen: Die Grünen fordern Nachbesserungen bei Hartz
IV - unter anderem gleiche
Sätze in Ost und West und weniger Abhängigkeit vom Partnereinkommen. Die Regelsätze
sollen angehoben und regelmäßig an die Teuerungsrate angepasst werden. Die
Lohnnebenkosten werden prozentual ans Gehalt gekoppelt. So sollen Jobs im Niedriglohnsektor
entstehen. Die Grünen sind für einen Mindestlohn und gegen eine Lockerung
des Kündigungsschutzes. FDP: Die radikalsten Vorstellungen vertreten die Liberalen, etwa beim
Tarifrecht oder beim Abbau
von Mitbestimmung. Kündigungsschutz gibt es nur noch in Betrieben mit mehr
als 50
Beschäftigten - und auch dort erst nach vier Jahren. Die Bundesagentur für
Arbeit in ihrer jetzigen
Form wird abgeschafft und die Arbeitslosenversicherung stärker
privatisiert. Die FDP will
ein Bürgergeld einführen, das alle steuerfinanzierten Sozialleistungen
zusammenfasst. Linkspartei: Die Linkspartei lehnt die Hartz IV-Reformen ab und
fordert eine Generalüberholung.
Sie verlangt unter anderem die Anhebung des Arbeitslosengeldes II auf
412 Euro in West- und Ostdeutschland. Außerdem setzt sie sich für einen
Mindestlohn von
1400 Euro für Vollzeitbeschäftigte, eine gesetzliche Begrenzung der
Wochenarbeitszeit auf
40 Stunden und den Kündigungsschutz ein. |
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SPD: Die Sozialdemokraten wollen eine Bürgerversicherung einführen.
Die traditionellen Unterschiede
zwischen Gesetzlicher und Privater Kranken- und Pflegeversicherung gibt es dann
nicht mehr. Die SPD erhofft sich einen verstärkten Wettbewerb der Kassen
untereinander. In
die Bürgerversicherung einbezogen werden auch Freiberufler, Beamte und
Gutverdiener. Private
Kapitaleinkünfte sollen zur Finanzierung mitherangezogen werden. CDU/CSU: Die Krankenkassenbeiträge gesetzlich Versicherter werden
vom Einkommen abgekoppelt.
Dafür zahlt jeder eine Kopfpauschale oder Gesundheitsprämie - zuletzt war von
109 Euro im Monat die Rede, die Arbeitgeber steuern noch etwas dazu. Sozial
Schwache erhalten
einen steuerfinanzierten Zuschuss, die beitragsfreie Versicherung von
Kindern wird aus
der Steuerkasse bezahlt. B’90/Die Grünen: Die Grünen wollen wie die SPD eine Bürgerversicherung.
Sie setzen dabei
weiterhin auf das Prinzip der paritätischen Finanzierung, also die gleiche
Beteiligung der Arbeitgeber
und Arbeitnehmer. Die Grünen wollen auch mehr Möglichkeiten zu Direktverträgen
zwischen
Krankenkassen, Ärzten und Krankenhäusern sowie mehr Wettbewerb für die FDP: Die gesetzlichen Krankenkassen sollen privatisiert werden. Jeder Bürger
muss eine Grundsicherung
vorweisen. Bedürftige erhalten einen steuerfinanzierten Zuschuss. Durch ein
liberales Reformkonzept für die Kranken- und Pflegeversicherung soll die
Versicherung von
Kindern finanziert werden. Linkspartei: Das Linksbündnis will eine Bürgerversicherung für alle
einführen. Zur
Finanzierung der Kranken- und Pflegeversicherung sollen bislang alle
Einkommensarten herangezogen
werden, das heißt auch Geldvermögen, Grundstücke und Immobilien.
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SPD: Besserverdienende sollen drei Prozent Zuschlag bei der
Einkommenssteuer bezahlen. Die
"Reichensteuer" greift ab einem Jahreseinkommen von 250.000 Euro
bei Ledigen und 500.000
Euro bei Ehepaaren und soll in Bildung und Forschung investiert werden.
Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeit bleiben steuerfrei. Die Körperschaftssteuer
soll von 25 auf 19 Prozent
gesenkt und Kapital- und Personengesellschaften einheitlich besteuert
werden. CDU/CSU: Die Union will die Mehrwertsteuer auf 18 Prozent anheben
und dafür die Beiträge zur
Arbeitslosenversicherung um zwei Prozent senken. Der Eingangssteuersatz soll
zwölf, der
Höchststeuersatz 39 Prozent betragen und ein Grundfreibetrag von 8000 Euro
pro Person gelten.
Die Körperschaftssteuer wird auf 22 Prozent reduziert, die Erbschaftsteuer
für Unternehmen
praktisch abgeschafft. B’90/Die Grünen: Die Grünen wollen den Spitzensteuersatz auf
45 Prozent anheben und Deutsche
im Ausland zur Einkommenssteuer verpflichten. Die Gewerbesteuer wird zu
einer Wirtschaftsteuer
ausgebaut. Dabei werden Mieten, Zinsen und Pachten einbezogen. Kleine Familienbetriebe
sollen bei der Erbschaftsteuer entlastet, große Privatvermögen stärker
belastet werden.
Mehreinnahmen aus einer Kerosinsteuer sollen in eine höhere
Entwicklungshilfe fließen. FDP: Die Liberalen wollen am stärksten umsteuern. Einkommen sollen
durch einen Drei-Stufen-Tarif
von 15, 25 und 35 Prozent besteuert werden, langfristiges Ziel ist ein einheitlicher
Steuersatz für alle. Unternehmen werden mit maximal 25 Prozent Körperschaft-
und Einkommensteuer
belastet. Die Gewerbesteuer soll abgeschafft werden, die Kommunen sollen
dafür eine höhere Umsatzsteuerbeteiligung erhalten. Linkspartei: Die Linkspartei will eine Vermögenssteuer ab 300.000
Euro Jahreseinkommen einführen.
Der Spitzensatz bei der Einkommenssteuer wird auf 50 Prozent angehoben und
gilt ab
60.000 Euro Jahresgehalt. Geplant ist ein Freibetrag von 12.000 Euro;
Nacht-, Feiertags- und
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SPD: Die SPD hält die gesetzliche Rentenversicherung weiterhin für die
wichtigste Säule, will
aber die betriebliche und private Altersvorsorge stärken. Eine Rentenkürzung
und eine Anhebung
des Renteneintrittsalters lehnt sie ab. Die SPD peilt jedoch an, das tatsächliche
Renteneintrittsalter
dem gesetzlichen Alter von 65 Jahren anzugleichen. CDU/CSU: Die Union will das Renteneintrittsalter vorerst nicht erhöhen,
auch Rentenkürzungen schließt
sie zunächst aus. Der Beitragssatz soll sich laut Wahlprogramm „längerfristig
an der gegenwärtigen
Beitragshöhe ausrichten“. Regelungen zur Riester-Rente sollen vereinfacht
werden.
Die Union will die Zusatzvorsorge so ausdehnen, dass möglichst alle
Arbeitnehmer auch
privat für den Ruhestand vorsorgen. B’90/Die Grünen: Die Grünen lehnen eine schrittweise Anhebung
des Renteneintrittsalters ab.
Sie erwarten eine Entwicklung der Rente hin zu einer Basissicherung und
wollen die ergänzende
private Vorsorge weiter fördern. Außerdem sprechen sich die Grünen für
einen neuen
Generationenvertrag aus. FDP: Der Rentenbeitragssatz soll 19 Prozent nicht übersteigen. Die FDP
will die private Riester-Rente
entbürokratisieren und die Fördermöglichkeiten auf Selbstständige und Frührentner
ausdehnen. Es soll ein individuelles Altersvorsorgekonto eingeführt werden,
auf
dem betriebliche und private Altersvorsorge zusammenfließen, was auch einen
Arbeitgeberwechsel
erleichtern soll. Durch kürzere Schul- und Ausbildungszeiten wollen die Liberalen
die Lebensarbeitszeit besser ausschöpfen und eine durchschnittliche
Beitragszahlung von
45 Jahren erreichen. Linkspartei: Die Linkspartei tritt für eine Mindestrente von 800 Euro
für alle, die 30 Jahren Beiträge
bezahlt haben, ein. Sie fordert die Gleichstellung von Rentnern in Ost und
West und die
stärkere Anrechnung von Kindererziehung und Angehörigenpflege.
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SPD: Bis 2010 sollen Kindergartenplätze für alle Kinder ab zwei Jahren
entstehen. Die SPD strebt
außerdem die Gebührenfreiheit für Kindertagesstätten an. Statt des
Erziehungsgeldes sollen
Familien ein Jahr lang Elterngeld mit Einkommensersatzfunktion erhalten. CDU/CSU: Ab 2007 soll für neugeborene Kinder eine Beitragsermäßigung
von 50 Euro in der Rentenversicherung
eingeführt werden. Der Grundfreibetrag von 8000 Euro soll auch für Kinder gelten.
Die Union will die Gebühren für das dritte Kindergartenjahr bundesweit
abschaffen. B’90/Die Grünen: Die Grünen wollen einen Rechtsanspruch auf
Kinderbetreuung vom ersten Lebensjahr
an. Die Einführung eines einkommensabhängigen Elterngeldes lehnen sie
bisher ab. FDP: Die FDP will die Gebühr für Halbtagsplätze in Kindergärten und
Kindertagesstätten ab dem
4. Lebensjahr abschaffen. Auch für Kinder soll ein voller Grundfreibetrag
von 7700 Euro pro
Jahr gelten, um eine stärkere steuerliche Entlastung zu schaffen. Linkspartei: Die Linkspartei setzt sich für eine Anhebung des
Kindergeldes auf 250 Euro ein, das
steuerfrei ist. Finanziert werden soll das Kindergeld über Steuereinnahmen.
Für alle Kinder soll
es gebührenfreie Kindertagesstättenplätze geben.
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Alle
Parteien wollen für Bildung und Forschung mehr Geld bereit stellen. SPD: Die SPD spricht sich für einheitliche Bildungsziele in Kindergärten
und mehr Ganztagsschulen
aus. Durch gezielte Sprachförderung sollen Sprachdefizite vor der Einschulung
behoben werden. Das Erststudium soll gebührenfrei und die bisherige Bafög-
Förderung
erhalten bleiben. CDU/CSU: Die Union ist für Studiengebühren auch beim
Erststudium. Sie strebt bei der Studienfinanzierung
einen Mix aus Gebühren, zu verzinsenden Privatdarlehen, Zuschüssen und
"Freiplätzen" für Bedürftige und besonders Begabte an. Die
Union will die vorschulische Sprachförderung
für alle Kinder ausbauen. Religion soll als ordentliches Schulfach
unterrichtet werden. B’90/Die Grünen: Die Grünen sind für ein kostenfreies
Vorschuljahr. Wie auch die SPD lehnen sie
Studiengebühren für das Erststudium deutlich ab und wollen das Bafög in
seiner jetzigen Form
erhalten. FDP: Die FDP tritt für Studiengebühren und mehr Wettbewerb im
Bildungswesen ein. Schulen und
Universitäten sollen sich selbst verwalten dürfen. Die Liberalen wollen
die Regelschulzeit generell
auf zwölf Jahre verkürzen und ein flächendeckendes Angebot an
Ganztagsschulen schaffen.
Außerdem soll ein Jahr vor Schulzeitbeginn eine verbindliche
„Startklasse“ eingerichtet werden,
um Kinder mit spielerischen aber zielgerichteten Methoden schulfähig zu
machen. Linkspartei: Die Linkspartei favorisiert eine integrative
Gemeinschaftsschule bis Klasse 10 und will
die Bildungsausgaben auf sechs Prozent des Bruttosozialprodukts anheben. Sie
will einheitliche
Prüfungsanforderungen in ganz Deutschland einführen. Studiengebühren
lehnt sie ab.
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SPD: Die SPD will Ökostrom weiter fördern und an der Verstromung von
Kohle festgehalten werden.
Insbesondere die Energieerzeugung aus Biomasse soll verstärkt werden. Den
beschlossenen Atomausstieg will die SPD fortführen. Planung und Bau von
Verkehrswegen sollen
per Gesetz beschleunigt und private Investoren stärker beteiligt werden. CDU/CSU: Die Union will den Atomausstieg verzögern und die
Laufzeiten bestehender Atomkraftwerke
je nach Technikstand verlängern. Die Subventionierung erneuerbarer Energien
soll
zurückgefahren werden. Die Planung und der Bau von Verkehrswegen sollen per
Gesetz beschleunigt
und private Investoren stärker beteiligt werden. B’90/Die Grünen: Der Anteil erneuerbarer Energien soll
deutlich ausgebaut werden. Bis 2020 sollen
jeweils ein Viertel des Strom-, Wärme-, Kraftstoff- und Rohstoffbedarfs aus
erneuerbaren Energiequellen
kommen. Der Atomausstieg wird konsequent umgesetzt und Kohlekraftwerke werden
weiter modernisiert. Wettbewerbsnachteile des Schienenverkehrs gegenüber
der Luftfahrt
sollen wegfallen: Fliegen soll teurer, Bahn fahren billiger werden. FDP: Die FDP will den Energiemix erhalten. Dabei soll die Option zur künftigen
Nutzung der Kernenergie
offen gehalten werden. Die Laufzeiten der Atomkraftwerke werden an
Sicherheit und
Klimaschutz gekoppelt. Zugleich will die FDP die Nutzung erneuerbarer
Energien vorantreiben.
Die Liberalen streben eine höhere Privatisierung bei Planung, Bau und
Betrieb von
Verkehrsinfrastruktur an. Linkspartei: Die Linkspartei will den Ausstieg aus der Atomenergie.
Bis 2050 soll alle Energie
aus erneuerbaren Quellen gewonnen werden. Flugbenzin soll besteuert werden.
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SPD: Die SPD macht sich für einen EU-Beitritt der Türkei stark. Auch
den Beitritt Bulgariens und
Rumäniens will sie trotz der EU-Krise nicht verschieben. Die SPD kämpft
weiter für einen ständigen
deutschen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Beim China-Waffenembargo ist die SPD in
weiten
Teilen dafür, Sanktionen aufzuheben. Sie will die Entwicklungshilfe bis
2015 auf 0,7 Prozent
des Bruttosozialproduktes anheben. CDU/CSU: Die Union lehnt eine Vollmitgliedschaft der Türkei in
der EU ab. Sie befürwortet stattdessen
eine "privilegierte Partnerschaft". Der Euro-Stabilitätspakt soll
konsequent eingehalten
werden. Die Union unterstützt auch die deutsche Forderung nach einem ständigen
Sitz
im UNO-Sicherheitsrat. B’90/Die Grünen: Die Grünen sind wie die SPD für
Beitrittsgespräche mit der Türkei und kämpfen
gemeinsam mit dem Koalitionspartner für einen ständigen Sitz im
UNO-Sicherheitsrat. Eine
Erhöhung der Entwicklungshilfe befürworten sie, eine Aufhebung des
Waffenembargos gegen
China lehnt die Partei ab. FDP: Die Liberalen wollen die im Oktober 2005 beginnenden Verhandlungen
über einen
EU-Beitritt der Türkei "ergebnisoffen" führen. Wie die Union ist
die FDP wegen der Menschenrechtslage
in China strikt gegen eine Aufhebung des EU-Waffenembargos. Für einen
ständigen Sitz im UNO-Sicherheitsrat sprechen sich die Liberalen aus – am
liebsten wäre
ihnen ein europäischer Sitz, ein deutscher Sitz ist für sie die
„zweitbeste Lösung“. Linkspartei: Die Linkspartei sagt „Ja zu Europa“, lehnt aber die
EU-Verfassung in ihrer jetzigen Form
ab. Sie findet einen ständigen Sitz im UNO-Sicherheitsrat für Deutschland
unnötig und spricht
sich gegen Auslandseinsätze und Anti-Terror-Einsätze der Bundeswehr im
Inneren aus.
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SPD: Die SPD will an ihrer Zuwanderungspolitik weitgehend festhalten.
Sie setzt sich für eine
frühe Sprachförderung von Ausländerkindern ein, um deren Bildungschancen
zu erhöhen. Außerdem soll islamischer Religionsunterricht auf deutsch
eingeführt werden. CDU/CSU: Zuwanderung soll auf Personen beschränkt werden, die
entweder in einem Beruf arbeiten,
in dem Mangel an Arbeitskräften herrscht, oder die zu Spitzenleistungen
beitragen können. Das Nachzugsalter für Kinder soll gesenkt und Ausländer
zu Integrationskursen verpflichtet werden. B’90/Die Grünen: Die Grünen setzen sich für eine
Bleiberechtregelung ein. Kinder von
Flüchtlingen, die in Deutschland ihren Abschluss gemacht haben, sollen hier
auch eine Arbeitserlaubnis bekommen. Die Grünen wollen das
Flughafen-Verfahren abschaffen und sind gegen den Aufbau von Flüchtlingslagern
außerhalb der EU. Die Einbürgerung und die doppelte Staatsbürgerschaft
sollen erleichtert werden. FDP: Die FDP fordert eine sachliche Diskussion über die
Zuwanderungspolitik in Deutschland.
Sie will einen Integrationskurs einführen, der sich nicht nur den
Schwierigkeiten ausländischer Neuzuwanderer widmet, sondern sich auch mit
den Integrationsproblemen von schon länger in Deutschland lebenden
Zuwanderungsgruppen befasst. Linkspartei: Die Linkspartei setzt sich für Erleichterungen bei der
Einbürgerung und doppelten
Staatsbürgerschaft ein. Sie will gebührenfreien Sprachunterricht für
Einwanderer anbieten. Die Abschiebehaft für Asylbewerber soll abgeschafft
und die Asylpolitik in der EU einheitlich gestaltet werden. |
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| Quelle: zdf-online | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||